Genau wie die Musikindustrie haben auch die Games-Publisher eine harten Kampf in Sachen illegale Kopien und dem damit verbundenen finanziellen Schaden zu führen. Niemand hat dafür mehr Verständnis als die vielen zahlenden Kunden, auf deren Rücken der Kampf dann aber mittlerweile ausgetragen wird.
Das bekommen derzeit die Käufer des Electronic Arts Top Games “Spore” zu spüren. Und EA bekommt den weltweiten Unmut der Käufer zu spüren, die sich in vielen Fan-Foren und auch auf bei Amazon über die neue und verschäfte Form des DRM (Digital Right Management) von EA bei Spore beschweren und sowohl dem Publisher als auch dem Game alles andere als eine gute Publicity bescheren.
Auf der einen Seite muss man Verständnis für Publisher wie Electronic Arts aufbringen, die einfach ständig gegen Windmühlen kämpfen – kaum ist ein neuer Kopierschutz-Mechanismus gefunden, ist er auch schon wieder gehackt. Also muss man eben mit härteren Bandagen kämpfen und setzt nun laut erbosten Kunden ein DRM der deftigeren Art ein. So soll das Spiel eigenmächtig ein Zusatzprogramm installieren, das die Echtheit des Programms, sowie die Anzahl der Installationen überwachen soll - und sich ohne zu fragen im System verankert.
Spore darf nur 3 Mal installiert werden, danach muss – Beispielsweise bei einem PC-Wechsel oder Verkauf des Spiels eine kostenpflichtige Hotline von Electronic Arts gewählt weden um weitere Installationen durchführen zu können.
Auf der anderen Seite ist das natürlich ein Schlag ins Gesicht für die zahlenden Kunden. Müssen sie immerhin rund 50 EUR für das Spiel bezahlen, ist es dennoch nicht ihr vollständiges Eigentum sondern im Grunde habe sie nur eine Leih- oder Nutzungsgebühr bezahlt, denn es können im schlimmsten Fall weitere Kosten für die EA-Hotline anfallen.
Die Art dieses DRM ist im Grunde nicht neu und wird seit Jahren bereits von Microsoft für die Office-Produkte eingesetzt.
Allerdings wird hier im Gegensatz zu EA eine für den Kunden kostenfreie Hotline angeboten. Hier sollte EA dringend darüber nachdenken zumindest als erste Maßnahme zur Beruhigung ebenfalls eine kostenfreie Hotline einzuführen – statt den Kunden ein zweites Mal zur Kasse zu bitten.
Das auch Spore bald als Raubkopie durch das Netz geht ist so sicher wie das Armen in der Kirche. EA täte gut daran, dass die zahlenden Kunden nicht für die illegalen Nutzer den Kopf hinhalten müssen. Sonst könnten die möglicherweise auf die Idee kommen sich eine solche Version zu besorgen.
Das kann nicht im Sinne des Publishers und der Spiele-Industrie sein!











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